Hubschraubereinsatz beim Brand der Crans-Montana Disco – 1. Januar 2026
Crans-Montana, Schweiz – In den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2026 wütete während der Silvesterfeierlichkeiten ein verheerendes Feuer in der Bar „Le Constellation“. Rund 40 Menschen starben, mehr als 115 wurden verletzt. Die Zahl der Opfer überforderte die lokalen Rettungskräfte am Boden schnell. Die örtlichen Krankenhäuser waren aufgrund der vielen Schwerbrandverletzten rasch überlastet, sodass eine großangelegte Evakuierung und Verteilung der Verletzten aus der Luft innerhalb der Schweiz sowie in spezialisierte Behandlungszentren im Ausland notwendig wurde.
Laut offiziellen Flugdaten und Berichten der Rettungsdienste wurden neun Rettungshubschrauber direkt zur Unterstützung der Rettungskräfte am Einsatzort und bei den anschließenden medizinischen Transporten eingesetzt.
Hubschrauberbetreiber und ihre Aufgaben
Mehrere Schweizer Luftrettungsdienste bildeten, unterstützt durch internationale Hilfe, eine integrierte Luftrettungsgruppe:
Rega (Schweizerische Luftrettung) – Koordinierte den Großteil der medizinischen Evakuierungsflüge und Verlegungen zwischen Krankenhäusern per Hubschrauber. Folgende Hubschrauber des Typs H145 waren im Einsatz: HB-TIJ (Rega 18), HB-TIH (Rega 4), HB-TIG (Rega 15), HB-TID (Rega 7) und HB-TIK (Rega 1).
Air-Glaciers – Leistete mit den Hubschraubern HB-XOF und später HB-XOE erste Hilfe am Einsatzort und führte Evakuierungen von Verletzten durch.
Air Zermatt – Reagierte umgehend mit einem Bell 429 HB-XDA, der als dritter Hubschrauber am Einsatzort landete und Verletzte in regionale Krankenhäuser transportierte.
Italienischer Zivilschutz (Airgreen) – Unterstützte im Laufe des Tages die grenzüberschreitende medizinische Evakuierung mit einem AW139 I-RIVU und erhöhte so die Transportkapazität, während die Schweizer Ressourcen rotierten und ihre Einsätze neu verteilten.
Einsatzzusammenfassung
Bestätigte Anzahl der eingesetzten Rettungshubschrauber: 9
Hubschrauber wurden eingesetzt, um Verletzte in Krankenhäuser im Wallis und weiter in größere Schweizer Städte mit spezialisierten Einrichtungen zur Behandlung von Brandverletzungen zu evakuieren.
Zusätzliche internationale Hubschrauberunterstützung aus Italien trug zur Aufrechterhaltung des Einsatzes bei.
Zusätzlich zu den Hubschraubern setzte Rega auch Starrflügler-Rettungsflugzeuge, darunter Bombardier Challenger 650 Jets, ein, um schwerverletzte Patienten von Schweizer Flugplätzen in spezialisierte Verbrennungszentren in anderen Teilen Europas zu verlegen. Dies spiegelte sowohl die Schwere der Verletzungen als auch die Auslastung der regionalen Intensivkapazitäten wider.





